Drupal

Drupal ist ein Content Management System, das auf der Programmiersprache PHP basiert. Mit diesem System lassen sich in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen Inhalte erstellen, verwalten und bearbeiten. Solche Aufgaben nehmen im Internet einen großen Stellenwert ein, weshalb es bei vielen Webprojekten und erlässlich ist, dass ein entsprechendes System zur Anwendung kommt. Drupal hat dabei viele Gemeinsamkeiten mit ähnlichen Systemen, unterscheidet sich jedoch auch in vielen wesentlichen Punkten und geht Fragestellungen von einer anderen Seite an. Aus diesem Grund sollte bei der Suche nach einem geeigneten CMS auch Drupal mit seinen Funktionen betrachtet werden.

Die wichtigsten Merkmale des CMS Drupal

Die wichtigste Aufgabe von Drupal ist es, dass Inhalte ins Internet gestellt und dort veröffentlicht werden können. Das CMS gibt dabei nicht vor, auf welche Weise dies geschieht, sondern stellt lediglich die Verwaltung, Organisation und die Speicherung der Inhalte als Dienste zur Verfügung. Präsentiert werden können die Inhalte auf sehr unterschiedliche Weise, wie etwa im Rahmen eines Blogs oder eines Internet-Shops. In Abgrenzung zu anderen CMS wird bei Drupal jedoch besonderer Wert gelegt auf den Bereich der Social Software. Hierunter sind solche Programme zu verstehen, die im Bereich des Social Media eingesetzt werden und dabei helfen sollen, Gemeinschaften im Internet aufzubauen. Diese Gemeinschaften können selbstorganisiert sein; Drupal stellt hierfür die entsprechenden Funktionen zur Verfügung. Es können Communities aufgebaut werden und die Nutzer mit unterschiedlichen Rechten bei der Bearbeitung der Inhalte ausgestattet werden. Drupal legt hierbei großen Wert auf ein stark ausdifferenziertes Rollen- und Rechtesystem, in dem sehr genau festgelegt werden darf, welche Funktion die Nutzer erfüllen dürfen und welche Rechte sie dafür benötigen. Weitere Anwendungsbeispiele für das CMS Drupal sind etwa Internetforen, in denen einige User Inhalte zur Verfügung stellen, die beispielsweise von Moderatoren geprüft werden. Durch die Verteilung von Rollen innerhalb des CMS Drupal kann eine Verbesserung der Organisation erreicht werden und damit eine effektivere Bereitstellung von Content, der den Seitenbesuchern einen größeren Nutzen bringt.

Drupal ist freie Software

Da mit dem Betreiben eines Webprojekts viele laufende Kosten verbunden sind, kommt es den Webseitenbetreibern zugute, dass Drupal als freie Software vertrieben wird. Drupal ist seit dem Jahr 2001 eine freie Software und wird weltweit weit für die verschiedensten Webprojekte eingesetzt. Mehrere Millionen Internetseiten verwalten und organisieren ihren Content mit dem CMS Drupal. Im Medienbereich beispielsweise wird Drupal im Bereich der Leser-Kommentare eingesetzt und selbst das Weiße Haus in Washington gehört seit dem Jahr 2009 zu den Anwender von Drupal im Zusammenhang mit der eigenen Webpräsenz. Wie viele andere CMS auch basiert Drupal dabei auf der Programmiersprache PHP, einer Skript-Sprache, die im Internet eine große Verbreitung gefunden hat. Merkmale von PHP sind beispielsweise die Kommunikation mit der Datenbank MySQL sowie eine leichte Programmierbarkeit.

Die Funktionen von Drupal

Drupal ist ein modularisiertes CMS, das auf einer Reihe von Komponenten aufbaut. Sie wichtigste ist dabei der sogenannte Core, der alle Funktionen bereitstellt, die für eine grundlegende Funktionalität erforderlich sind. Sollen weitere Funktionen zur Verfügung stehen, können nach Bedarf weitere Module dem Core hinzugefügt werden. Aus diesem Grund ist das CMS immer nur so groß, wie es der jeweilige Anwendungszweck erfordert. Statt eine einheitliche Lösung für alle Webprojekte zu bieten, bei denen aber nicht alle Funktionen genutzt werden, beschränkt Drupal sich auf jene Module, die wirklich erforderlich sind. Aus diesem Grund kann Drupal als eine schlanke CMS-Lösung betrachtet werden, die schnell, effizient und ressourcenschonend arbeitet. 2011 standen über 8.000 dieser Module zur Verfügung, mit denen sich eine entsprechende Anpassung Drupals realisieren ließ. Hiermit wird ein breites Spektrum möglicher Funktionen abgedeckt, die sich für die unterschiedlichsten Webprojekte einsetzen lassen.

Diese Eigenschaften zeichnen Drupal aus

bei Drupal wird eine strikte Trennung von Design und Funktion umgesetzt. Darunter ist zu verstehen, dass bei der Bearbeitung eines Projekts die Veränderungen auf der inhaltlichen bzw. der Content-Ebene das Design und das Layout nicht betreffen. An beiden Bereichen kann also unabhängig voneinander gearbeitet werden, so dass mit diesen Teilaufgaben unterschiedliche Teams beauftragt werden können, ohne dass ein Organisations- und Koordinationsaufwand notwendig wird. Ebenfalls enthalten ist ein umfangreiches Taxonomiesystem, mit dessen Hilfe sich eine Hierarchisierung des Contents vornehmen lässt. Hierdurch kann übergeordneter Content festgelegt werden, dem anderer Content untergeordnet wird.
Weitere wichtige Merkmale von Drupal betreffen die unterschiedliche Rechtevergabe an einzelne Seiten, die Versionierung von Content und Kommentarfunktionen, die eine Baumstruktur aufweisen können. Ebenfalls bedeutsam ist, dass die einzelnen Seiten eines Projekts mit Permalinks versehen werden können und auf diese Weise über einen direkten Link zu erreichen sind. Das CMS unterstützt eine Volltextsuche und arbeitet mit unterschiedlichen Datenbanksystemen zusammen wie etwa MySQL oder Oracle (in Entwicklung). Interessant sind zudem die Lokalisierungsmöglichkeiten und die Funktion, dass mehrere voneinander getrennte Seiten auf einer Installation eingerichtet werden können.   

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